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Alarmierung

Wer hat es sich nicht schon mal gefragt, wie eine Freiwillige Feuerwehr alarmiert wird.  Denn die sind doch auch ganz normal wie alle anderen am arbeiten, schlafen oder gehen ihren Hobbys nach. Und dies kleine Geheimnis wollen wir jetzt hier mal lüften...

Bis Ende der 70iger wurden die Angehörigen einer Wehr mit Telefonketten und Sirenen alarmiert. Dies wird in ländlichen Gegenden teilweise noch immer vollzogen. Jedoch in einem Großstadtgebiet wie Hamburg, in dem ca. 2500 Männer und Frauen freiwillig in 87 Wehren ihren Dienst vollziehen ist dies vom akustischen Aufwand und durch die teilweise unnötige Belästigung für die Bevölkerung nicht mehr vertretbar gewesen.

Als dann 1978 die ersten Funkmeldeempfänger eingeführt worden sind, wurde die Arbeit der Feuerwehr zwar nicht leichter, aber die allgemeine Lärmbelästigung durch die Sirenen verschwand. Die Funkmeldeempfänger vom Typ Telesignal B wurden auf Grund ihrer Form und der orangen Farbe in Feuerwehrkreisen auch "Backsteine" genannt. Aber dies war auch noch nicht das Wahre. Ein großer Nachteil hierbei war, dass nicht nur extrem unhandlich waren, sondern dass sie in ständiger Hörweite des Träger sein mussten, die Alarmierung nur durch einen Piepston erfolgte und nicht angezeigt wurde.

Mitte der 80iger wurde der "Ziegelstein" dann durch kleinere und handlichere Geräte des Typs Telesignal C und Telesignal E ergänzt. Aber da diese Geräte nur in geringer Zahl vorhanden waren, war ihr besitz meist Führungskräften vorbehalten. Diese Geräte hatten ungefähr die Größe einer Zigarettenschachtel. Der Alarm wurde durch eine Blinklampe angezeigt und der Einsatzort wurde zusätzlich per Sprachdurchsage gegeben. Jedoch lies die Sprachquallität oft zu wünschen übrig. Des weiteren war ein Nachteil aller Funkmeldesysteme, dass diese gegen Abhörmaßnahmen keinen Schutz boten.

Und aus diesem Grund wurde zwischen 1993 und 1996 die Alarmierungtechnik bei der Feuerwehr Hamburg auf ein vollkomendes digitales Alamierungsverfahren umgestellt. Es wurden Digitalemeldeempfänger (DME) der Firma Swissphone eingeführt, welche die "Backsteine" ersetzten. Dieses Gerät ist sehr handlich, da es kleiner als eine Zigarettenschachtel ist und die Alarmierung erfolgt durch eine von vier verschiedenen Tonfolgen und wird auf einem beleuchtetem LCD-Display angezeigt. Die Hierbei werden Abkürzungen genommen die über den Einsatz informieren. Sowie weitere alarmierte Kräfte. Des Weiteren kann der Träger des DME eine stille Alarmierung per Vibration einstellen. Der Akku hält in der Regel ohne Aufladung mehrere Wochen und es können pro Gerät bis zu vier Alarmierungsschleifen programmiert werden, sodass z.B. Führungskräfte sowohl als Einzelperson als auch als Mitglied ihrer Wehr alarmiert werden können.

Parallel zu der Alarmierung per DME wird seit der Einführung der neuen Feuerwehr-Einsatzleitzentrale (1998), jedes Feuerwehrhaus automatisch durch das Feuerwehr-Einsatz-Lenkungs-System (FELS) mit weiteren einsatzrelevanten Daten sowie geeigneten Anfahrtswegen per FAX informiert.

 

 

 
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